Die Theorie der Weltgeschichte

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Zusammengetragenes Wissen
um die nicht erklärbaren und
nicht wegzulügenden Erkenntnisse aus
Geologie, Anthropologie, Archäologie
und Geschichtsschreibung
 
von Messinah Pendragon
 
 
Ich habe mich Zeit meines Lebens nie mit dem `So war es´ zufriedengegeben – mich interessierte schon immer das `Aus diesem Grund ist es so´ - kurz; ich bin eine verdammt neugierige Person. Vor etwa 3,4 Milliarden Jahren beginnt nun also unsere Reise zur Beantwortung von vielen Fragen, deren Antworten wir nicht kennen. Und von denen viele Personen vielleicht auch gar nicht wollen, daß wir sie kennen. Es kann also sein, daß ich mir mit diesem Schrieb eine ganze Menge neuer Freunde schaffe. 
 
Zuerst werden wir versuchen unseren Geist aufnahmefähig zu machen für die Fakten, Daten und Erkenntnisse, die nun im folgenden beschrieben werden. Ich verwende hierbei die Schocktherapie. Die stockkonservativen Hardliner werden sehr schnell das Handtuch werfen – bis zum Schluß, wo dann die enthusiastischsten und wachsten Geister hoffentlich begreifen werden, daß die Zivilisation, die diesen Planeten der Klasse M3-Sol9 beherrscht, eigentlich in einer Art Traum der Profanität gefangengehalten wird – zum Teil sogar beabsichtigt, im Auftrag einer kleinen, schattenhaften und mächtigen Elite.
 
Zur Sache: Es gibt auf der Erde eine Unzahl Lebewesen, welche der Wissenschaft jede Menge Rätsel aufgeben. Es sind zum Teil sehr kleine Wesen, welche eine primitive DNA-Struktur aufweisen aber auch komplexere Spezies. Doch haben sie meistens nur eines gemeinsam: sie mögen es dunkel. Von einigen Tintenfischen (Kraken, Kalmaren und Nautiloiden) zum Beispiel ist ja allgemeinhin bekannt, daß sie ihre Farbe – ja sogar ihre Textur oder gar ihre Körperform dem Untergrund nahezu perfekt angleichen können. Andererseits sind einige dieser Wesen ziemlich intelligent und sollen sich sogar verlieben können. Die Sepia-Substanz, welche im Gefahrenfall ausgestoßen werden kann, ist ähnlich geheimnisvoll – sie ist für das Pigment Melanin in vielen Fällen viel zu schwarz (Tatsächlich ist bis jetzt auf wissenschaftlichem Wege noch keine plausible Erklärung für dieses Phänomen gefunden worden) und an der Luft (oder im Licht?) gerinnt es unter leichter Hitzeentwicklung.
 
Manche Wesen unter der Erde oder in der Tiefsee sind ebenfalls tiefschwarz – was seltsam scheint, da viele Lebensformen welche in lichtlosen Lebensräumen zuhause sind, meistens überhaupt keine Pigmente – und in vielen Fällen nicht einmal Augen haben. Nicht selten steht die Forschung vor einem Rätsel, wenn es gilt herauszufinden, mit welchen Sinnesorganen diese Wesen sich orientieren.
 
Vor 3,4 Milliarden Jahren begann das Leben in bescheidenen Formen und tastete sich langsam in unser Sonnensystem vor. Braunalgen, Bakterien, Graphitolithen und Stromatolithen waren die vorherrschenden Spezies. Dann muß etwas Gravierendes passiert sein. Ich stelle hier einen Himmelskörper in Szene, welcher einen Großteil von uns unbekannter Materie und Zusammensetzung mit großer Flüchtigkeit in das Sonnensystem injiziert hat, bevor er offenbar in der heutigen Antarktis niederging. Gewißheit haben wir nur über die Tatsache, daß die flüchtigste Gestalt der Materie etwas tiefschwarzes, öliges ist. Also ist ein Großteil der Akte-X-Serie auf einen reellen Hintergrund gestützt worden – der Schöpfer von Moulder und Skully (Netter Name, nicht?) bewegt sich also auf dünnem Eis. Ebenfalls ist eine Tatsache, daß wir von Zeit zu Zeit von ähnlichen aber erheblich kleineren Himmelskörpern unter Beschuß genommen worden sind – der letzte schlug 1908 in Sibirien ein. Man könnte meinen, daß man diesen Planeten kontaminieren will – ihn umwandeln will, um es sich darauf so richtig gemütlich zu machen (Siehe auch H. P. Lovecraft und die Großen Alten).
 
Damals war der Mond der Erde viel näher als heute und die Sonne noch nicht einmal halb so hell – sie mußte sich erst warmlaufen. Es war also ein ausgewogenes Lichtverhältnis – in etwa so wie heute bei einer Sonnenfinsternis. Als es dann heller wurde, begannen die Lebensformen, deren genetische Struktur sich mit der Dunklen Materie (nennen wir sie einfach X-9) verbunden hatte, in dunklere Lebensräume abzuwandern. Tatsächlich brennt reines X-9 in grellem Sonnenlicht fast explosionsartig ab.
 
Anhand von verschiedenen Expeditionen in die Antarktis und deren Ergebnissen deutet alles darauf hin, daß es so etwas wie eine fremdartige, prähistorische Kultur in der Nähe des heutigen Mount Erebus gegeben hat, welche sich eine gewaltige Stadt aus Kobaltgestein gebaut hat. Eine Architektur wird erwähnt, welche bei normalen Menschen ein irrationales Unbehagen auslöst, da die Gebäude manchmal geometrischen Naturgesetzen zu trotzen scheinen. Diese Stadt ist etwa 450 Millionen Jahre alt und wird in alten Sagen als die blasphemische Metropole R´lyeh auf der Hochebene von Leng bezeichnet – eine besorgniserregende Parallele zu dem sogenannten Cthulhu-Zyklus. Es gibt in alten schriftlichen Werken erstaunlich detaillierte `Weltkarten´, welche sich zum Teil erheblich unterscheiden. Das liegt aber nicht daran, daß sie vielleicht ungenau sind, sondern am zeitlichen Unterschied von mehreren Millionen Jahren. Da stellt sich doch gleich die Frage, wer denn damals über die Möglichkeit verfügte, Weltkarten zu erstellen, nicht wahr? Und warum es auf der südlichen Halbkugel zwei Orte gibt, deren Bezeichnung sich über diesen Zeitraum hinweg nicht geändert hat; Angstland und Feuersee.
Auf der Nordhalbkugel hat sich mit der Zeit eine eigene Kultur enwickelt. Also gibt es auf Gondwanaland die Zivilisation der sogenannten Yoma oder Byuméa – auf Laurasia die der Santovasku oder auch Sanji Yan Unkara (Indien), Saiyajin (Japan) oder Sanjiyan (China). Beide nur getrennt durch das recht schmale und seichte Thetismeer. Wie diese beiden Völker genau hießen ist nicht überliefert – es sind Bezeichnungen, die ich aus der altindischen Mahabarata und den Sagen der Yamata, der Ainu und der Ezo übernommen habe.
 
Die kulturelle Hochzeit dieser Völker war vor etwa 160 000 000 Jahren – zu einer Zeit also, da es Dinosaurier gab – noch ein kleiner Hinweis auf die Tatsache, wieso manche Naturvölker aus Ton Figuren von diversen großen Sauropoden herstellten – obwohl sie diese nie zu Gesicht bekommen haben können. Oder die Sagen von Drachen, die sich ebenfalls in jeder Kultur der Welt finden lassen. Das Zauberwort heißt hier wohl Überlieferung – so unwahrscheinlich das auch klingen mag. Belthánaar-Gòn ist der Name der Hauptstadt des damaligen Santovasku-Imperiums. Diese riesige Stadt wurde im Himalaya-Massiv gefunden, und zwar in einer gewaltigen, darüber gewachsenen Kaverne. Diese Stadt ist zum großen Teil noch intakt – die chinesische Regierung versucht alles, diesen Fund zu schützen, da er für das chinesische Volk eine enorme Inspiration ist und einen nicht unerheblichen religiösen Schatz darstellt. Gesehen habe ich sie noch nicht – ich habe aber vor, das zu ändern. Wann kriegt man schon mal die Gelegenheit, die Wiege unserer Altvorderen zu sehen; einen Ort, der mehrere hundert Millionen Jahre alt ist? Es gibt viele Hinweise darauf, daß die Menschheit in nahezu gerader Linie von den Santovasku abstammen – auch wenn die Geburtswehen unserer Rasse geradezu apokalyptisch gewesen sein müssen – doch das liegt momentan noch in ferner, ferner Zukunft...
Unschwer zu erkennen, daß zwei so unterschiedliche Völker wie die Santovasku und die schattenhaften Yoma (H. P. Lovecraft würde sie wahrscheinlich Shoggoten nennen) sich nicht verstanden. Die geradezu lichten, naiven und - von unserem Standpunkt aus – mit einer geradezu tierischen; wenn nicht gar engelsgleichen Unschuld gesegneten Santovasku, deren Gesellschaftssystem auf Stärke und Führungsqualität basiert, waren den ständigen Überfällen der aus dem X-9 und den davon, damit und darin lebenden Wesen abstammenden, verschlagenen und hinterlistigen Yoma ausgesetzt – bis es schlußendlich zu einem Krieg noch nie dagewesenen Ausmaßes gekommen sein muß.

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Um die Dimensionen faßbar zu machen; es gibt, seit wir uns im Sonnensystem ausgebreitet , deutliche Anzeichen dafür, daß wir nicht die ersten waren, die den Mars, den Mond, oder gar Callisto, Ganymed, Aquablue (ehemals Europa), Io, Titan oder gar die Uranus- und Neptuntrabanten betreten haben – es gibt sogar Hinweise auf Siedlungen auf Uranus und Neptun selbst; Planeten mit sehr hoher Gravitation. Ein Zeichen dafür, welch außergewöhnlichen Metabolismus unsere Vorfahren gehabt haben müssen... Und ich mußte feststellen, daß sich auf Triton, dem Neptuntrabanten, der durch die Bezeichnung `Knastmond´ bekannt wurde, viele X-9-Infizierte, die hier unter dem Namen Nospheratu oder Vampir bezeichnet und (falls bekannt oder entdeckt) für krank oder für verrückt gehalten werden, häuslich eingerichtet haben – zum Teil sogar staatlich subventioniert und geheimgehalten. Es müssen paradiesische Zustände sein. Triton ist so weit weg von der Sonne, daß es praktisch niemals hell wird, so daß die Gefahr der durch den hohen X-9-Anteil in vampirischem Blut gegebenen Selbstentzündung nicht vorhanden ist – und daß sie gefahrlos `speisen´ können, da die Opfer, angeblich ausnahmslos Schwerstkriminelle, auf Triton auf sich selbst gestellt sind. Einmal dort angekommen, verbüßen sie alle lebenslänglich – auch wenn das ziemlich kurz ausfallen kann...
 
Technisch gesehen müssen die Yoma beachtliches geleistet haben; sie hatten genügend düstere Phantasie um sich Vernichtungswaffen von unvorstellbarer Effektivität zu ersinnen. Doch wo sie erfanden und bauten – da erschufen die Santovasku auf ihre Art und Weise. Technisch so versiert wie ein Pflasterstein, hatten sie andere erstaunliche Gaben. Alles, was sie brauchten, ließ die Formerkaste wachsen. Die Santovasku kannten zwar Metall, aber nur wenige konnten es bearbeiten. Ihr Werkzeug, ihre Waffen, ihre Fortbewegungsmittel und später sogar ihre Weltenschiffe waren ausnahmslos aus organischem Material. Manche von diesen Schiffen - später wurden es immer mehr – sollen sogar gelebt haben, und mit höherem Alter eine anthologische Intelligenz besessen haben.
 
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Wir reden hier von einem interplanetaren Krieg, in dessen Verlauf die Santovasku den Planeten Phaeton, auf dem die Yoma gesiedelt haben sollen, regelrecht pulverisiert haben. Aus diesen Trümmern entstand unser rezenter Asteroidengürtel. Die Yoma hingegen bombardierten die Erde, welche als Ursprung der Santovasku einen heiligen Planeten darstellte, mit eben solchen Bruchstücken – wobei der größte in etwa so groß wie Luxemburg gewesen sein muß – woraufhin es einen globalen Winter gab, in dessen Verlauf die Saurier ausstarben. Während die wenigen Santovasku auf der Erde noch härter und zäher wurden, wanderten die Yoma wieder in die Tiefen des Alls ab – doch sie sollten wiederkommen. Dies trug sich vor etwa 65 000 000 Jahren zu.
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Währenddessen entwickelte sich aus nuklear degenerierten Artgenossen die Klasse der Säugetiere und trat ihren Siegeszug an. Kurz darauf (in geologischem Maß versteht sich) wuchsen die ersten `echten´ Menschen heran: Australopithecus, Aethiopicus, Cro-Magnon und Neandertaler betraten nach und nach die Bühne des Dramas, welches selbst heute noch nicht abgeschlossen ist... So entwickelten sich die ersten Zivilisationen: In Mesopotamien, Ägypten, China und an anderen Orten der Welt. Es gab immer noch Santovasku auf der Erde – und sogar noch Yoma, welche sich daran machten, die Menschen – hervorragende unwissende Werkzeuge zu manipulieren. Beide Rassen müssen extrem langlebig und mit einem hervorragenden Langzeitgedächtnis ausgestattet gewesen sein. Die Yoma bereiteten die Menschen behutsam darauf vor, daß die Götter in absehbarer Zeit ihren Zorn auf die Erde losließen, um diejenigen zu richten, die ihnen mißfielen.
 
Der Sündenbock war schnell gefunden. Denn die Santovasku unterschieden sich zum Teil gravierend von `normalen´ Menschen. Sie waren größer, beängstigend stark, wild und kannten solche Begriffe wie Gewissen (schließlich handelten sie wie in die Enge getriebene Tiere) und Scham nicht. Noch dazu gibt es im Erbgut der Santovasku eine Besonderheit: Latent sind sämtliche Merkmale rezenter Säugetiere vorhanden. Nach Eintreten der Pubertät fangen die Santovasku an, ihr Erscheinungsbild ihrer Seele anzupassen. Damit waren sie die perfekten Bösewichte. Die Yoma wollten die Erde endgültig von den Santovasku befreien. Wozu dieser Aufwand, sollte ich erst später erfahren. Währenddessen wollten die Santovasku ihre auf der Erde und dem Mars verbliebenen Verwandten offenbar evakuieren – und die Yoma wußten durch ihre Spione davon. Auf der Erde gab es mehrere Sammelpunkte, die für eine Evakuierung geeignet schienen – zwei davon sollten traurige Berühmtheit erlangen. Sie wurden von den Hebräern Sodom und Gomorrha genannt – und waren bekannt für ihre Lasterhaftigkeit und Verderbtheit – aus ihren Augen.
 
Man muß hier dazu sagen, daß Pergament, Papyrus und andere Schreibmedien, die wesentlich leichter waren als Steinplatten schon seit längerem bekannt waren – doch die Menschen hielten ihre Wissenshorte lieber auf Stein für die Nachwelt fest – Stein, der dem Zorn des drohenden Göttersturms hoffentlich stand halten würde. Gerade als die ersten Santovasku-Schiffe die äußeren Planeten passierten kam es zum zweiten interplanetaren Krieg. In dessen Verlauf verlor der Mars seine Atmosphäre, ein orbitales Bombardement ging auf die Erde hernieder, wodurch die Pole schmolzen, Atlantis versank und es zu bis zu 8 km hohen Tsunamis kam, welche in Küstennähe auf einfach nicht mehr vorstellbare 60 – 70 km Höhe anwuchsen. Sodom und Gomorrha hingegen vergingen im Nuklearen Holocaust – etwas, worüber man auch in der Mahabaratha nachlesen kann. Sie berichtet von Kriegsszenen, die einem ziemlich viele Assoziationen zu modernen Waffensystemen in den Sinn kommen lassen.
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Nach Hochrechnungen zufolge verloren bei diesem Genozid etwa insgesamt 11 000 000 000 Individuen das Leben. Danach war der Mars tot – die flachen Meere gefroren an den Polen und das ungestüme tektonische Leben dieses Planeten, angeregt durch zahlreiche Meteoriteneinschläge und daraus resultierende Erdbeben erschuf einen Vulkan, den höchsten Berg des gesamten Sonnensystems, den Olympus Mons mit einer Höhe von etwa 26 Kilometern und der Grundfläche von Wisconsin. Nur die größten Bauwerke überlebten diesen Holocaust und sind zum Teil heute von der Erde noch sichtbar. Und aus der nuklearen Wüste der Erde krochen schließlich unsere Vorfahren hervor – um ein phantastisches Erbe gebracht, mit einem Totalverlust von etwa 96% unserer eigentlichen Geschichte, um auf einem geschändeten Planeten die Pyramiden zu errichten, das `Ewige Rom´ zusammenzupfuschen und dazu verdammt von nun an mit einem verdammt schwarzen Fleck auf der inzwischen leicht dunkelgrauen Weste zu existieren. Wir brauchen keine Feindbilder mehr wie die Santovasku oder die Yoma – wir bekämpfen uns auch so; und allem Anschein nach mit wachsender Begeisterung... Sieht so aus, als würden die Yoma am Ende doch noch gewinnen. Und sie haben Zeit... Selbst heute haben wir noch mit dem Erbe der Abstraktion des Bauplanes des Lebens vor etwa 3 400 000 000 Jahren zu kämpfen. Ich rede hier bewußt von Abstraktion, da X-9 zwar in der Lage ist so etwas wie einen Lebensgrundstoff zu kopieren aber nicht im eigentlichen Sinne lebt. ( Siehe Abhandlung über Herkunft der Vampire – in Zusammenarbeit mit Prof. Dunkirk) Untote und andere nette Wesen stammen sozusagen von den Yoma ab – während die Hengeyokai und die Werwölfe in Extremsituationen auf das Erbe der Santovasku zurückgreifen können – ihnen anverwandt sind die zentralasiatischen Yamata und die nordjapanischen Ezo, welche sich bis in die heutige Zeit retten konnten. Auch wenn sie – vor allem die Yamata – sehr zu meinem persönlichen Bedauern immer seltener werden.
 
Ich für meinen Teil fühle mich schäbig. Meine Vorfahren haben unsere Ahnen an einen Feind verraten, dem wir sämtliche Alpträume dieser Welt verdanken – wenn sie die Alpträume nicht sogar erfunden haben. Und die Menschheit erkennt ihr Glück nicht – nicht mal, wenn es sie küßt...Es geht ja noch weiter; In der Artefaktesammlung des Vatikan gibt es ein Ornat eines radikalen Inquisitors. Es sind Hörner und Reißzähne daran zu sehen, die keiner bekannten Art von Lebewesen zuzuordnen sind – aber beunruhigend viele Parallelen zur menschlichen DNA aufweisen. Das, was damals die Inquisition und die Hexenverfolgung auslöste, waren angeblich mehrere Dämonen `von blasphemischem und verführerischem Aeusserem, durchaus in der Lage, Menschen von instabilem Gemuet und ohne festen Gottesglauben in ihren Banne zu ziehen´, so wurde es geschrieben. Es gibt Hinweise darauf, daß Santovasku eine Reihe von ungewöhnlichen anatomischen Merkmalen aufweisen können, jedoch nur die Herrscherkaste so etwas wie Hörner entwickelt. Unterbewußt kopieren also die Könige der Menschheit unsere Ahnen, indem sie sich eine Krone aufsetzen... Zacken... Hörner...
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Es gab also in der Vergangenheit immer wieder gut gemeinte Besuche der Santovasku, Besuche, sich zu vergewissern, wie es ihren armen, mutierten und aus dem Krieg geborenen Kindern ergangen ist. Wir hatten ungeahnte Möglichkeiten – und zum Teil haben wir sie noch. Nahezu 88% unseres Hirns sind nutzloses, graues, faltiges Gewebe, das passiv unseren Schädel aufschwemmt und nur zu einem gut ist – zum Kopfschmerzen bekommen. Jeder, der uns hätte beibringen können, diese Masse an Potential einzusetzen, wurde auf die Scheiterhaufen geschickt. Nach der Inquisition kam dann die auf Logik basierende Wissenschaft, die uns glaubhaft versichern konnte, daß es weder Ufos, noch Vampire, Drachen oder andere Hirngespinste gibt – erst mit dem Aufkommen des Esoterikbooms und den bescheidenen Anfangserfolgen der New-Age-Jünger lernen wir langsam wieder, was es heißt, zu denken – und vielleicht auch zu leben.
In dieser Hinsicht ist uns jeder Indianerstamm am Amazonas überlegen, ebenso die Leute, die wir für Voodoo-Spinner oder Freizeithexer halten. Sie haben es begriffen, diese Wahrsager, Medien und paranormal begabten Leute, von denen wir gerne behaupten, daß sie Psychos sind. Was sie nicht wissen – wenn sie es richtig machen, brauchen sie keine Glaskugeln, Puppen oder Krötensaft-Powerdrinks. Alle diese sogenannten Kraft-Foki und magischen Gegenstände sind größtenteils überflüssig. Denn sie haben den besten Kraftfokus den es gibt, immer bei sich – die Zirbeldrüse.
 
Der Ursprung dieses Organs reicht zurück bis in die ichtyoide Vergangenheit sämtlicher Wirbeltiere. Viele Wesen aus der Gattung der Fische und Amphibien – sowie einige primitive Reptilien – haben ein sogenanntes Scheitel- oder Stirnauge, mit dem sie Licht und Schatten oder sogar Bewegung wahrnehmen können. Bei den Grubenottern hat sich dieses Organ geteilt und gab diesen Schlangen ihren Namen. Zwischen Nasenlöchern und Augen befinden sich eben diese Gruben, durch welche diese Tiere in der Lage sind im Infrarot-Spektrum zu `sehen´. Bei den Menschen ist es das Dritte Auge, welches seit jeher ihre Phantasie anregt. Das Kastensymbol der Inder zum Beispiel wird direkt über der Zirbeldrüse aufgemalt. Wenn wir das Beispiel Sonne, Lupe, Feuer nehmen wollen so ist die Sonne das Gehirn und die Zirbeldrüse die Linse. Über das Feuer wollen wir hier nicht reden.
 
Aber wenn wir in der Lage wären unsere cerebralen Fähigkeiten voll auszuschöpfen, dann bräuchten wir weder Werkzeuge, Fahrzeuge und – was hier vielleicht beunruhigend klingt und als Warnung verstanden werden sollte – auch keine Waffen.
Die Menschheit weiß nicht viel von sich und kann die Geschichte nicht ändern – aber sie kann sie für die Zukunft positiv beeinflussen. Ich würde sagen in ihrem eigenen Interesse. Denn ich bin sicher, daß wir, wenn wir die Augen aufhalten, in näherer Zukunft wieder von unseren Ahnen hören werden – oder aber von ihren Feinden.
 
Und wir sollten uns ganz genau überlegen, wie wir dann handeln – denn eines ist klar; in einem Krieg würden wir so was von unter die Räder kommen, daß nicht einmal mehr ein Bremsstreifen von uns übrigbleiben würde. Aber wir haben ja unsere vernunftbegabten Politiker und friedliebenden Militärs – oh, oh... so langsam beginne ich mir ernsthaft Sorgen zu machen. Sobald dieser Text sich im Netz selbst vervielfältigt und jedem zugänglich gemacht worden ist, werden ich und meine 12 engsten Kolleginnen uns damit beschäftigen, die unabwendbare Schadensbegrenzung voranzutreiben. Also so profanes Zeug wie Fragen beantworten, Beziehungen spielen lassen, diplomatisches Muskelspiel proben, Briefbomben bekommen und sich über 22 Ninjas in der Schrankwand freuen.
 
Messinah Pendragon
 
Denkt immer daran:
Man muß nicht sehen, um zu glauben
-
man muß glauben, um zu sehen.

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